Musik"Rock am Ring" und "Rock im Park": Metal-Band Pantera doch nicht dabei

“Rock am Ring” und “Rock im Park”: Metal-Band Pantera doch nicht dabei

Die Metal-Band Pantera wird nun doch nicht bei den Zwillingsfestivals “Rock am Ring” am Nürburgring in der Eifel und “Rock im Park” in Nürnberg auftreten. Das gaben die Veranstalter in gleichlautenden Statements am Montag auf Twitter bekannt.

“Die Band Pantera wird nicht wie angekündigt bei ‘Rock am Ring’ und ‘Rock im Park’ 2023 auftreten”, hieß es im ersten Tweet.

Im zweiten folgte die Erklärung: “In den letzten Wochen haben wir viele intensive Gespräche mit Künstler*innen, unseren Partner*innen und euch, den Festivalfans, geführt, uns mit der Kritik weiter gemeinsam auseinandergesetzt und uns dazu entschlossen, die Band aus dem Programm zu nehmen.”

Zuvor hatte es große Aufregung und Kritik an dem anberaumten Gig gegeben. “Grund dafür ist ein geplanter Auftritt der Band Pantera, von deren Sänger Phil Anselmo ein Video mit rechtsradikalen Ausfällen im Netz kursiert, das aus dem Jahr 2016 stammt”, fassten Die Toten Hosen – die ebenfalls bei “Rock im Park” und “Rock am Ring” spielen – den Auslöser des Konflikts auf Instagram vor wenigen Tagen zusammen.

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Phil Anselmo: “Das, was ich gesagt habe, ist nicht meine wahre Meinung”

Zwei Jahre nach dem Vorfall erklärte Anselmo (54) in einem Interview mit dem “Metall Hammer”: “Mich hat tief verletzt, dass die Leute mein Verhalten für bare Münze genommen haben. Denn das, was ich gesagt habe, ist nicht meine wahre Meinung. Ich akzeptiere jedes Individuum als Individuum. Ich habe während meines gesamten Lebens, meiner gesamten Karriere die Individualität verteidigt, nicht die Masse.”

Weiter sagte er: “Es gibt auf der ganzen Welt tolle Menschen, unabhängig von ihrer Hautfarbe. Ich finde es absurd, abstoßend und bedauerlich, dass mich manche Menschen in die falsche Ecke stellen wollen. Ich war an diesem Abend mit voller Absicht ein Idiot, um es mal so zu nennen.”

Die Toten Hosen: “Wie geht man damit um?”

Die Toten Hosen kommentierten etwaige Entschuldigungsversuche des Sängers in ihrem oben genannten Post mit den Worten: “Auch wenn er sich bald danach für sein unterirdisches Verhalten entschuldigt hat und seitdem beteuert, dass er kein Rassist sei und auch seinem damaligen Verhalten gelernt habe, bleibt die Frage, wie glaubwürdig seine Entschuldigung ist und wie man mit dieser Problematik umgeht.”

Für die Zwillingsfestivals am 2. bis 4. Juni 2023 scheint eine Lösung gefunden worden zu sein.

(ili/spot)

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